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Allgemeine Fragen

Auf dieser Seite finden Sie eine Aufstellung der häufigsten Fragen und Antworten, die uns zurzeit zum Thema Corona erreichen. Diese werden fortlaufend aktualisiert, ergänzt und an die weitere Entwicklung angepasst. Die veröffentlichten Fragen und Antworten beziehen sich auf die Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, die ab dem 21. September 2020 und (vorläufig) bis einschließlich 4. Oktober 2020 gilt. Wir informieren permanent, auch auf den Social-Media-Kanälen des Saarlandes, über alle neuen Entwicklungen.

Welche Kontakte zu anderen Menschen darf ich haben?

Es gilt der Grundsatz der Abstandswahrung: Kontakte zu anderen Menschen sollten auf ein absolut nötiges Minimum beschränkt werden. Der Personenkreis, zu dem man Kontakt hat, ist möglichst gering zu halten und konstant zu belassen. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zu anderen Personen von eineinhalb Metern einzuhalten.

Ausgenommen hiervon sind Kontakte zu Angehörigen des eigenen Haushalts, Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandten in gerader Linie, Geschwistern, Geschwisterkindern und deren jeweiligen Haushaltsangehörigen (familiärer Bezugskreis).

Bei privaten Zusammenkünften zu Hause in geschlossenen Räumen sollen die Hygiene- und Abstandsregelungen umgesetzt, die Zahl der Personen an der Möglichkeit zur Einhaltung der 1,5m-Abstandsregel bemessen und für ausreichend Belüftung gesorgt werden. Wo die Möglichkeit besteht, sollen die privaten Zusammenkünfte im Freien abgehalten werden.

 Welche Geschäfte und Einrichtungen dürfen öffnen, welche bleiben geschlossen?

Grundsätzlich gilt, dass alle Einrichtungen und Betriebe öffnen dürfen, die nicht explizit untersagt blieben. Die Betreiber bzw. Verantwortlichen haben für Hygienemaßnahmen zu sorgen sowie dafür, dass der Eintritt gesteuert wird, Warteschlangen vermieden und die Abstände eingehalten werden.

In diesen Einrichtungen und Betrieben gilt, dass pro 5 Quadratmeter der dem Publikumsverkehr zugänglichen Gesamtfläche nur eine Person Zutritt hat. Bei Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern sind aber vier Kunden oder Besucher unabhängig von der Gesamtfläche zulässig.

Explizit untersagt sind bzw. geschlossen bleiben müssen:

  • Clubs und Diskotheken
  • Bordellbetriebe und Swingerclubs

Was passiert bei Verstößen?

Verstöße werden entsprechend eines von der Landesregierung erlassenen Bußgeldkatalogs geahndet.

 Der Bußgeldkatalog ist online hier zu finden: Ordnungswidrigkeiten nach der Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (VO-CP) ab 3. September 2020

Bis wann gelten die aktuellen Einschränkungen?

Die neuen Corona-bedingten Regelungen und Verordnungen gelten ab dem 21. September 2020 und sind vorläufig bis einschließlich 4. Oktober 2020 in Kraft. Rechtzeitig davor prüft die Landesregierung auf Basis der Entwicklung der Infektionszahlen, ob Anpassungen oder Erleichterungen möglich sind. Darüber informiert die Landesregierung selbstverständlich weiterhin. Bitte informieren Sie sich über etwaige Verlängerungen der Maßnahmen.

Was gilt für Veranstaltungen und Großveranstaltungen?

Ansammlungen mit mehr als 10 teilnehmenden Personen sind grundsätzlich verboten.

Unter Einhaltung der Abstandsregeln explizit zugelassen sind Veranstaltungen und Zusammenkünfte

  • mit höchstens 10 teilnehmenden Personen,
  • an denen – ausgehend von einer Bezugsperson – nur der familiäre Bezugskreis sowie höchstens die Angehörigen eines weiteren Haushalts teilnehmen,
  • die dem Betrieb von Einrichtungen dienen, die generell öffnen dürfen; dabei sind die jeweiligen Abstands- und Hygienevorschriften einzuhalten.

Außerdem können unter freiem Himmel Veranstaltungen mit bis zu 900 Personen und in geschlossenen Räumen mit bis zu 450 Personen stattfinden. Dabei sind bestimmte Anforderungen zu berücksichtigen: Dazu gehört die Meldung von Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen (außer innerhalb des familiären Bezugskreises) an die Ortspolizeibehörde sowie die Sicherstellung der Nachverfolgbarkeit der Teilnehmer.

Großveranstaltungen über 1.000 Personen bleiben bis einschließlich 31. Dezember 2020 untersagt.

Darf ich Sport treiben und dazu Sportanlagen nutzen?

Der Kurs-, Trainings- und Sportbetrieb sowie der Betrieb von Tanzschulen ist unter Auflagen wieder gestattet.

Die Voraussetzungen hierfür sind:

  • Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m, sofern eine kontaktfreie Durchführung nach der Eigenart der Sportart möglich ist oder die Durchführung nicht im familiären Bezugskreis erfolgt 
  • Ausübung allein oder in Gruppen von bis zu 35 Personen
  • kontaktfreie Durchführung mit Ausnahme des familiären Bezugskreises und mit Ausnahme von Gruppen mit bis zu 10 Personen
  • konsequente Einhaltung der Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei gemeinsamer Nutzung von Geräten
  • Nutzung der Umkleide- und Nassbereiche unter Abstands- und Hygieneregeln
  • keine besondere Gefährdung von vulnerablen Personen durch die Aufnahme des Trainingsbetriebes
  • Begrenzung der Zuschauerzahlen gemäß den Regelungen, wie sie für Veranstaltungen gelten

Der Wettkampfbetrieb im Freizeitsport ist unter den gleichen Voraussetzungen möglich, wenn hierfür durch den zuständigen Sportfachverband ein Nutzungs- und Hygienekonzept erstellt wurde.

Was bedeutet die verpflichtende Kontaktnachverfolgung?

Die Möglichkeit einer Kontaktnachverfolgung ist in folgenden Bereichen verpflichtend zu gewährleisten:

  • beim Betrieb eines Gaststättengewerbes oder sonstiger Gastronomiebetriebe jeder Art
  • beim Betrieb von Kinos, Theatern, Opern, Konzerthäusern und weiteren kulturellen Veranstaltungen und dem dazugehörigen Probenbetrieb
  • beim Betrieb von Indoorspielplätzen
  • bei Gottesdiensten und Bestattungen
  • beim Trainings-, Kurs- und Wettkampfbetrieb im Sport
  • bei sonstigen Veranstaltungen, die grundsätzlich gestattet sind
  • bei Hotels, Beherbergungsbetrieben und Campingplätzen
  • bei Prostitutionsstätten (soweit deren Betrieb nicht untersagt ist)

Die Betreiber, Veranstalter oder sonstigen Verantwortlichen haben geeignete Maßnahmen zur vollständigen Nachverfolgbarkeit sicherzustellen. Hierzu gehört die Erfassung je eines Vertreters der anwesenden Haushalte mit Vor- und Familienname, Wohnort und Erreichbarkeit und der Ankunftszeit. 

Die erhobenen Daten dürfen nicht zu einem anderen Zweck als der Aushändigung auf Anforderung an die Gesundheitsämter verwendet werden und sind nach Ablauf eines Monats nach Erhebung gemäß der geltenden Datenschutzgrundverordnung zu löschen.

Wer muss ein Hygienekonzept vorlegen?

Ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept, das den spezifischen Anforderungen des jeweiligen Angebots entspricht, ist zu erstellen und auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen von:

  • Betreibern oder sonstigen Verantwortlichen sämtlicher nicht untersagten Einrichtungen, Anlagen und Betriebe
  • Veranstaltern grundsätzlich gestatteter Veranstaltungen
  • Verantwortlichen im Kurs-, Trainings- und Wettkampfbetrieb im Sport

Diese Konzepte müssen Maßnahmen zur Reduzierung von Kontakten, zur Sicherstellung der Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m, zum Schutz von Kunden, Besuchern und des Personals vor Infektionen sowie zur Durchführung von verstärkten Reinigungs- und Desinfektionintervallen enthalten. Dabei sind insbesondere die einschlägigen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zum Infektionsschutz in ihrer jeweiligen Fassung, die Vorgaben der jeweiligen Arbeitsschutzbehörden und der zuständigen Berufsgenossenschaften zu beachten.

Nähere und besondere Anforderungen zu Schutz- und Hygienekonzepten kann die Landesregierung oder das fachlich zuständige Ressort im Einvernehmen mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie in einem bereichs-spezifischen Hygienerahmenkonzept bestimmen. Entsprechende Hygienerahmenkonzepte sind unter Hygienekonzepte veröffentlicht und sind von den Betreibern und sonstigen Verantwortlichen und Veranstaltern einzuhalten.

Bereichsspezifische Hygienerahmenkonzepte sind insbesondere erforderlich für:

  • den Betrieb eines Gaststättengewerbes sowie sonstiger Gastronomiebetriebe jeder Art
  • den Betrieb von Hotels, Beherbergungsbetrieben und Campingplätzen sowie die Zurverfügungstellung jeglicher Unterkünfte
  • den Betrieb von Freibädern, Strandbädern, Hallenbädern, Thermen und Saunaanlagen
  • die Veranstaltung von Theatervorstellungen, Opern oder Konzerten und Kinovorstellungen und sonstiger kultureller Veranstaltungen sowie dem dazugehörigen Probebetrieb
  • die Durchführung sonstiger Veranstaltungen
  • die Veranstaltung von Reisebusreisen

Was gilt für Menschen, die aus einem sog. „Corona-Hotspot“ ins Saarland kommen?

In Hotels, Beherbergungsbetrieben, Campingplätzen oder bei der sonstigen Zurverfügungstellung von Unterkünften dürfen keine Gäste aufgenommen werden, die aus einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt eines anderen Landes der Bundesrepublik Deutschland anreisen oder dort ihren Wohnsitz haben, in dem oder in der in den letzten sieben Tagen vor der geplanten Anreise die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 laut Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts (RKI) höher als 50 pro 100.000 Einwohnern liegt.

Bei einem lokalisierten und klar regional eingrenzbaren Infektionsgeschehen können die Beschränkungen analog zur Vorgehensweise in den betroffenen Gebieten auf diesen regionalen Bereich begrenzt werden. Ausgenommen sind Gäste, die über ein ärztliches Zeugnis in deutscher oder englischer Sprache verfügen, welches bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorhanden sind, und dieses der zuständigen Ortspolizeibehörde auf Verlangen unverzüglich vorlegen. Das ärztliche Zeugnis muss sich auf eine molekularbiologische Testung stützen, die in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem sonstigen Staat, den das RKI in eine Liste von Staaten mit hierfür ausreichendem Qualitätsstandard aufgenommen hat, durchgeführt und höchstens 48 Stunden vor der Anreise vorgenommen worden ist.

Das Verbot der Aufnahme gilt ferner nicht für Gäste, die zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst anreisen oder einen sonstigen triftigen Reisegrund haben (insbesondere einen Besuch bei Angehörigen des familiären Bezugskreises, die Wahrnehmung eines Sorge- oder Umgangsrechts oder Beistand oder Pflege schutzbedürftiger Personen).

Im Übrigen kann die zuständige Ortspolizeibehörde in begründeten Einzelfällen auf Antrag weitere Ausnahmen zulassen. Für Einreisende aus Risikogebieten außerhalb Deutschlands verbleibt es bei den Regelungen der Verordnung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende zur Bekämpfung des Coronavirus.

Muss ich nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet (z.B. Urlaub) in Quarantäne?

Nach wie vor steigt mit der Einreise aus einem Risikogebiet die Gefahr für die Weiterverbreitung des Coronavirus.  Nach der Verordnung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende zur Bekämpfung des Coronavirus hat soll sich deshalb jeder Rück- oder Einreisende in das Saarland, der sich innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat, in Quarantäne zu begeben. Die Dauer der Quarantäne beträgt 14 Tage und kann zuhause oder in einer geeigneten Unterkunft begeben. Dort soll die Person ständig abgesondert bleiben. Für diese Zeit sind Besuche dritter Personen nicht gestattet.

Risikogebiet ist ein Staat oder eine Region außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für welche zum Zeitpunkt der Einreise in die Bundesrepublik ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und wird durch das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht.

Ausgenommen von der Quarantäneregelung sind:

  • Personen, die über ein ärztliches Zeugnis verfügen. Das ärztliche Zeugnis muss in deutscher, französischer oder englischer Sprache ausgestellt sein, sich auf eine molekularbiologische Testung stützen, höchstens 48 Stunden vor Einreise in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem durch das Robert-Koch-Institut veröffentlichten Staat ausgeführt worden sein und der zuständigen Behörde bei Verlangen unverzüglich vorleget werden können. Dieses Zeugnis ist für mindestens 14 Tage nach Einreise aufzubewahren.
  • Personen, die täglich oder für bis zu 5 Tage zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst in das Bundesgebiet einreisen.
  • Personen, die sich weniger als 72 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben.
  • Personen, die einen sonstigen triftigen Reisegrund haben (insbesondere bei geteiltem Sorgerecht, Besuch von Lebenspartnern, dringenden medizinischen Behandlungen, Beistand oder Pflege schutzbedürftiger Personen, Ausbildungs- und Studienzwecke).

Diese Ausnahmen gelten nur bei Personen, die keine Symptome aufweisen, welche auf eine COVID-19-Erkrankung hinweisen. Darüber hinaus werden Ein- und Rückreisende verpflichtet, eventuell innerhalb von 14 Tagen nach Einreise auftretende Krankheitssymptome an die zuständige Ortspolizeibehörde zu melden.

Wann muss eine Mund-Nasen-Bedeckung (Gesichtsmaske) getragen werden?

Im öffentlichen Raum sollte insbesondere bei Kontakt mit vulnerablen Personen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Außerdem ist in folgenden Bereichen von Personen ab 6 Jahren grundsätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sofern dem keine gesundheitlichen Gründe entgegenstehen:

  • durch das Personal sowie Kunden bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs sowie an Bahnhöfen, Flughäfen, Haltestellen und in Wartebereichen (sofern gesundheitliche Gründe dem entgegenstehen, ist dies nachzuweisen)
  • durch das Personal sowie Kunden während des Aufenthaltes auf Messen, Märkten und in Ladelokalen sowie den zugehörigen Wartebereichen
  • durch das Personal sowie Kunden bei körpernahen Dienstleistungen, soweit die Natur der Dienstleistung dem nicht entgegensteht
  • durch das Personal von Gaststätten, Gastronomie- und Unterkunftsbetrieben, soweit nicht arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen entgegenstehen oder eine andere gleichwertige Infektionsschutzmaßnahme gewährleistet ist
  • beim Besuch in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in Praxen von Ärzten, Zahnärzten und Therapeuten sowie ambulanten Pflegediensten und sonstigen Gesundheitseinrichtungen

Die vollständigen Regelungen zur sog. Maskenpflicht sind in § 2 der Rechtsverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu finden.

Redaktion: Staatskanzlei