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Maskenpflicht

Häufig gestellte Fragen zur Maskenpflicht und zur korrekten Anwendung der Masken.

Flyer "Hinweise zur Verwendung von selbst hergestellten Masken und medizinischen Mund-Nasen-Bedeckungen"

Wo und wann muss ich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen?

Im öffentlichen Raum sollte insbesondere bei Kontakt mit vulnerablen Personen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Außerdem ist in folgenden Bereichen von Personen ab 6 Jahren grundsätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sofern dem keine gesundheitlichen Gründe entgegenstehen:

  • durch das Personal sowie Kunden bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs sowie an Bahnhöfen, Flughäfen, Haltestellen und in Wartebereichen (sofern gesundheitliche Gründe dem entgegenstehen, ist dies nachzuweisen)
  • durch das Personal sowie Kunden während des Aufenthaltes auf Messen, Märkten und in Ladelokalen sowie den zugehörigen Wartebereichen
  • durch das Personal sowie Kunden bei körpernahen Dienstleistungen, soweit die Natur der Dienstleistung dem nicht entgegensteht
  • durch das Personal von Gaststätten, Gastronomie- und Unterkunftsbetrieben, soweit nicht arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen entgegenstehen oder eine andere gleichwertige Infektionsschutzmaßnahme gewährleistet ist sowie die Gäste, solange diese sich nicht an ihrem zugewiesenen Platz befinden
  • beim Besuch in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in Praxen von Ärzten, Zahnärzten und Therapeuten sowie ambulanten Pflegediensten und sonstigen Gesundheitseinrichtungen
  • Besucherinnen und Besucher von Veranstaltungen zu jeder Zeit während der Veranstaltung – auch am zugewiesenen Sitzplatz
  • Auf und in Sportstätten, solange der Sport nicht aktiv betrieben wird

Die vollständigen Regelungen zur sog. Maskenpflicht sind in § 2 der Rechtsverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu finden.

Welche Arten von Masken gibt es? Wie unterscheiden sich Mund-Nasen-Bedeckungen von medizinischen Masken?

Neben den oft selbst genähten Mund-Nasen-Bedeckungen (sog. „Community Masken“ oder Alltagsmasken) gibt es medizinische Schutzmasken, so genannte Operationsmasken (OP-Masken) oder als Mund-Nasen-Schutz bezeichnet und filtrierende Halbmasken (FFP-Masken), die ursprünglich aus dem Arbeitsschutzbereich stammen:

Mund-Nasen-Bedeckungen

 als mechanische Barriere bzw. Bremse für eine Übertragung von Atemtröpfchen oder Speichel beim Atmen, Husten oder Niesen werden aus handelsüblichen Stoffen in unterschiedlichsten Variationen genäht. Im Internet gibt es dazu zahlreiche Näh­anleitungen. Mund-Nasen-Bedeckungen werden auch von verschiedenen Firmen, wie Textilherstellern, produziert. Sollte keine derartige Mund-Nasen-Bedeckung zur Verfügung stehen, kann auch ein Tuch oder ein Schal vor Mund und Nase gehalten oder gebunden werden. Idealerweise sind diese Bedeckungen mehrlagig und verfügen über eine gute enganliegende Passform. Teilweise verfügen diese Bedeckungen über einen Drahtbügel, der eine Anpassung an die Nasenkonturen verbessert.

Medizinische Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS), so genannte Operations (OP)-Masken

werden vor allem im medizinischen Bereich wie Arztpraxen, Kliniken oder in der Pflege eingesetzt. Sie können die Verbreitung von Speichel- oder Atemtröpfchen der Trägerin oder des Trägers verhindern und dienen primär dem Schutz des Gegen­übers. OP-Masken zählen zu den Medizinprodukten und erfüllen entsprechende gesetzliche Vorschriften.

 Partikel-filtrierende Halbmasken (filtering face piece, FFP-Masken)

werden in erster Linie in Arbeitsbereichen verwendet, in denen sich gesundheits­schädliche Stoffe in der Luft befinden. Die Masken halten Schadstoffe und auch Viren ab. Sie gelten als Gegenstand einer persönlichen Schutzausrüstung im Rahmen des Arbeitsschutzes. Je nach Filterleistung gibt es FFP1-, FFP2- und FFP3-Masken. Für die Behandlung von COVID-19-Patienten werden im Rahmen genereller Schutz­kleidung, vor allem auch in Intensivstationen, FFP2- und FFP3-Masken verwendet. Insbesondere FFP Masken mit höherer Filterleistung erhöhen den Atemwiderstand. Dementsprechend fällt es schwerer zu atmen und nur gesunde Personen sollten diese Masken tragen. Teilweise verfügen diese FFP-Masken über ein Ausatemventil. Dann bieten diese Masken keinerlei Schutzwirkung für das Gegenüber, anders als eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung.

Mit welchen Masken erfülle ich die Maskenpflicht?

 Zur Erfüllung der Maskenpflicht ist eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung bzw. eine „Alltagsmaske“ ausreichend. Auch ein Schal oder ein Tuch kann ausreichen.

 Wichtig ist, dass die Mund-Nasen-Bedeckung über der Nase, an den Wangen und unterhalb des Kinns abschließt.

 Welchen Schutz bieten Mund-Nasen-Bedeckungen?

Bei einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus kann man nach aktuellem Wissensstand schon ein bis drei Tage vor den ersten Symptomen ansteckend sein, und es gibt auch Krankheitsverläufe ganz ohne Symptome.

 Daher ist es ratsam, zu Gelegenheiten, bei denen sich der empfohlene Abstand zu anderen Menschen nicht konsequent einhalten lässt, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Diese Bedeckung stellt zwar keine nachgewiesene Schutzfunktion für die Trägerin oder den Träger selbst dar, kann bei einer Infektion aber dazu beitragen, das Virus nicht an andere Menschen weiterzugeben. Dementsprechend schützt jeder sein Gegenüber. Denn Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten, oder Niesen entstehen, können dadurch gebremst werden.

 Zusätzlich wird der Mund- / Nasen-Schleimhautkontakt mit kontaminierten Händen erschwert. Zudem kann das Tragen einer Bedeckung dazu beitragen, das Bewusstsein für einen achtsamen Umgang mit anderen zu stärken (Abstand halten).

 Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung darf jedoch auf keinen Fall ein trügerisches Sicherheitsgefühl erzeugen. Nach wir vor sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum Eigen- und Fremdschutz das Einhalten der Husten- und Niesregeln, eine gute Händehygiene und das Abstandhalten (mindestens 2 Meter) von anderen Personen und das Meiden von Ansammlungen von Personen.

Ich kann aus medizinischen oder arbeitsschutzrechtlichen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Wie verhalte ich mich?

 Grundsätzlich muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

 Eine Ausnahme von dieser Maskentragepflicht besteht, wenn gesundheitliche Gründe entgegenstehen. Ein Attest hierzu bedarf es grundsätzlich nicht, allerdings sollte die Ausnahme sinnvoll begründet werden. Ersatzweise ist es auch möglich, einen Schal über Mund und Nase zu tragen.

 Im öffentlichen Personenverkehr (einschließlich Bahnhöfe, Flughäfen, Haltestellen und Wartebereiche) ist aufgrund der räumlichen Situation und steigender Nutzerzahlen ein Nachweis erforderlich, sofern aufgrund von gesundheitlichen Gründen keine Maske getragen werden kann.

 Sofern arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen entgegenstehen und eine andere gleichwertige Infektionsschutzmaßnahme gewährleistet werden kann, z.B. eine Spuckschutzscheibe, muss das Personal keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Müssen Schüler und Lehrer eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen?

 Während des Unterrichts in den Klassen- und Kursräumen und im Rahmen der Freiwilligen Ganztagsschule, bei Besprechungen und Konferenzen sowie während der Pausen auf dem freien Schulgelände besteht grundsätzlich keine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung oder von Maske oder Visier. 

 Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist während des Unterrichtsbetriebs im Schulgebäude, d.h. vom Betreten des Schulgebäudes bis zum Tisch im Klassen- oder Kursraum, sowie generell in den Fluren, Gängen, Treppenhäusern, im Sanitärbereich, beim Pausenverkauf sowie in der Mensa, im Verwaltungsbereich und Lehrerzimmer (jeweils nicht am Tisch) verpflichtend, soweit dem keine medizinischen Gründe entgegenstehen.

 Medizinische Gründe, die dem Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung entgegenstehen, sind in geeigneter Weise, zum Beispiel durch ein ärztliches Attest, zu belegen.

Kann ein Gesichtsvisier (Face-Shield) als Alternative zur Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden?

 Die Verwendung von Visieren kann nach dem Dafürhalten des Robert-Koch-Institutes nicht als gleichwertige Alternative zur MNB angesehen werden.

 Bürgerinnen und Bürgern, die aus medizinischen oder anderen triftigen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können, ist das Tragen eines Visiers freigestellt. Dadurch können sie ihre Unterstützung für die getroffenen Maßnahmen zeigen und einen, vielleicht auch nur minimalen Beitrag zum Schutz der Mitmenschen leisten.

Was ist beim Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung zu beachten?

Der richtige Umgang mit den Mund-Nasen-Bedeckungen ist ganz wesentlich, um einen größtmöglichen Schutz zu erreichen:

  • Waschen Sie sich vor dem Anlegen einer Mund-Nasen- Bedeckung gründlich die Hände (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).
  • Achten Sie beim Aufsetzen darauf, dass Nase und Mund bis zum Kinn abgedeckt sind und die Mund-Nasen-Bedeckung an den Rändern möglichst eng anliegt.
  • Hierzu kann ein Nasenbügel (falls vorhanden) an die Nase angeformt werden.
  • Wechseln Sie die Mund-Nasen-Bedeckung spätestens dann, wenn sie durch die Atemluft durchfeuchtet ist. Denn dann können sich zusätzliche Keime ansiedeln.
  • Vermeiden Sie, während des Tragens die Mund-Nasen-Bedeckung anzufassen und zu verschieben.
  • Berühren Sie beim Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung möglichst nicht die Außenseiten, da sich hier Erreger befinden können. Greifen Sie die seitlichen Laschen oder Schnüre und legen Sie die Mund-Nasen-Bedeckung vorsichtig ab.
  • Waschen Sie sich nach dem Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung gründlich die Hände (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).
  • Nach der Verwendung sollte die Mund-Nasen-Bedeckung bis zum Waschen luftdicht (z. B. in einem separaten Beutel) aufbewahrt oder am besten sofort bei 60 ° bis 95 ° C) gewaschen werden. Auch kann die Mund-Nasen-Bedeckung durch 5 Minuten in kochendem Wasser desinfiziert werden.

Redaktion: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie