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Angeln

Allgemeine Vorbemerkung:

Nach der Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gilt der Grundsatz der Abstandswahrung. Physisch-soziale Kontakte sollten auf ein absolut nötiges Minimum beschränkt werden. Der Personenkreis, zu dem man Kontakt hat, ist möglichst gering zu halten und konstant zu belassen. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zu anderen Personen von eineinhalb Metern einzuhalten. Ausgenommen sind Kontakte zu Angehörigen des eigenen Haushalts, Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandten in gerader Linie, Geschwistern, Geschwisterkindern und deren jeweiligen Haushaltsangehörigen (familiärer Bezugskreis).

Welche Regeln gelten für die Angelfischerei?

Die Angelfischerei als individuelle Freizeitbeschäftigung ist im Saarland grundsätzlich unter Beachtung der Vorgaben der Corona-Verordnung (Stand: 02.11.2020) möglich. Das Angeln an den Gewässern bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit der Nutzung natürlicher Ressourcen für die eigene Ernährung. Die Ausübung der Angelfischerei muss unter Beachtung des Grundsatzes der Abstandswahrung erfolgen. Auch müssen die rechtlichen Voraussetzungen zur Ausübung der Angelfischerei (gültiger Fischereischein, Fischereierlaubnisschein) vorliegen.
Bei der Ausübung der Angelfischerei sind die Vorgaben der Corona-Verordnung zu beachten, z.B.

  • Der Aufenthalt mehrerer Personen im öffentlichen Raum ist so zu gestalten, dass er höchstens den Kreis der Angehörigen des eigenen Haushalts sowie Angehörige eines weiteren Haushaltes oder den familiären Bezugskreis umfasst, maximal jedoch zehn Personen.
  • Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,5 Meter (ausgenommen familiärer Bezugskreis)
  • Keine Ansammlungen von mehr als 10 Personen.
  • Öffentliche Verhaltensweisen, die geeignet sind, das Abstandsgebot zu gefährden, sind unabhängig von der Personenzahl untersagt.

Sollte die Einhaltung der vorgenannten Bestimmungen aufgrund der Beschaffenheit von Gewässern und Anlagen sowie der Besucherfrequenz nicht möglich sein, so ist die Ausübung der Angelfischerei in diesem Bereich unzulässig.

Wo darf ich angeln?

Geangelt werden darf bei Vorliegen der erforderlichen Berechtigungen (Fischereischein, Fischereierlaubnisschein) an öffentlichen Gewässern und Vereinsgewässern, sofern diese nicht geschlossen sind und unter Berücksichtigung der o.g. Rechtsverordnung in der jeweils aktuellen Fassung.

Wo kann ich noch einen Fischereischein erhalten?

Für die Ausgabe von Fischereischeinen sind im Saarland die Ortspolizeibehörden und der Fischereiverband Saar in Dillingen zuständig. Fragen Sie dort zuerst telefonisch nach, da viele Behörden derzeit für den Besuchsverkehr nicht oder nur sehr eingeschränkt zu erreichen sind.  Ohne einen gültigen Fischereischein bzw. einen gültigen Fischereierlaubnisschein ist das Angeln verboten.

Werden Fischerprüfungen und Vorbereitungslehrgänge durchgeführt?

Bildungsveranstaltungen mit einem staatlich anerkannten Prüfungsziel sind nach § 10 Abs. 5 VO-CP unter Beachtung der im Einzelfall erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen wie Einhaltung der Abstandswahrung und Hygieneanforderungen zulässig. Dies betrifft auch Vorbereitungslehrgänge und Fischerprüfungen. Hinsichtlich der Organisation und Durchführung der Prüfungen sind die Hygienemaßnahmen der Corona-Bekämpfungs-Verordnung sowie den Hygienerahmenkonzepten für den Schulbetrieb sowie für Veranstaltungen zwingend einzuhalten. Die individuellen Hygienekonzepte sind zudem stets an das aktuelle Infektionsgeschehen anzupassen. Der Fischereiverband Saar hat mit den zuständigen Behörden ein abgestimmtes Nutzungs- und Hygienekonzept für diese Veranstaltungen erstellt.
Für weitere Fragen zu Lehrgängen, die auch als Online-Angebote bestehen und zu Prüfungsterminen wenden Sie sich bitte an den Fischereiverband Saar (www.fischereiverband-saar.de).

Was ist mit Veranstaltungen des gemeinsamen Angelns?

Veranstaltungen, die nicht der Unterhaltung dienen (vgl. § 6 Abs. 2 VO-CP)  und zu denen je Veranstaltungstag und -ort in der Summe unter freiem Himmel oder in geschlossenen Räumen nicht mehr als zehn Personen zu erwarten sind, können stattfinden. Veranstaltungen sind unter Angabe des Veranstalters der zuständigen Ortspolizeibehörde zu melden. Der Veranstalter hat geeignete Maßnahmen zur vollständigen Nachverfolgbarkeit nach Maßgabe des § 3 VO-CP zu treffen und besondere infektionsschutzrechtliche Auflagen zu beachten. Veranstaltungen und Zusammenkünfte mit einer höheren Personenzahl sind nur dann zulässig, wenn für deren Durchführung ein dringendes und unabweisbares rechtliches oder tatsächliches Bedürfnis besteht. Dabei sind weitere veranstaltungsspezifische Hygienemaßnahmen umzusetzen.
Von den Beschränkungen sind Veranstaltungen und Zusammenkünfte, die dem Betrieb von Einrichtungen, die nicht nach dieser Verordnung untersagt sind, zu dienen bestimmt sind; die für den Betrieb der jeweiligen Einrichtung geltenden Hygienevorschriften sind einzuhalten.

Der Mindestabstand nach Maßgabe des § 1 Absatz 1 Satz 2 VO-CP ist bei allen Veranstaltungen und Zusammenkünften wo immer möglich einzuhalten, außer zwischen Angehörigen des familiären Bezugskreises nach § 1 VO-CP und Angehörigen des bestimmbaren weiteren Haushalts.

Ist das Angeln auch ohne direkten Wohnsitz im Bundesland bzw. als Tourist erlaubt?

Tagesreisen sind zwar nicht grundsätzlich verboten, jedoch sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, auf nicht unbedingt notwendige Reisen zu verzichten. Aus diesem Grunde ist der Betrieb von Hotels, Campingplätzen und sonstigen Beherbergungsstätten für touristische Zwecke derzeit untersagt.
Bei Touristen, die von außerhalb der Bundesrepublik Deutschland einreisen, gelten die Bestimmungen der Verordnung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende zur Bekämpfung des Corona-Virus in seiner jeweils gültigen Fassung.

Weitere Fragen?

In Zweifelfällen fragen Sie bitte die zuständige Ortspolizeibehörde, die für den Vollzug der Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bzw. zum Vollzug des Infektionsschutzgesetzes zuständig ist.

Informationen erhalten Sie auch bei der Hotline des saarländischen Gesundheitsministeriums unter 0681/501-4422 oder per E-Mail: corona@saarland.de.

Redaktion: Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz