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FAQ für Kulturschaffende und Kulturinteressierte

Auf dieser Seite finden Sie eine Aufstellung der häufigsten Fragen und Antworten zum Thema Corona und Kultur. Diese werden fortlaufend aktualisiert, ergänzt und an die weitere Entwicklung angepasst. Bitte beachten Sie, dass Änderungen und weitere Maßnahmen mit Blick auf die dynamische Lage grundsätzlich immer möglich sind. Wir informieren permanent, insbesondere auf den Social-Media-Kanälen des Saarlandes, über alle neuen Entwicklungen. 

Unterstützung für Künstler*innen und Kulturschaffende

1. Profitieren auch Künstler*innen und Kulturschaffende vom Soforthilfe-Programm der Landesregierung?

Ja. Von den Auswirkungen der Corona-Krise in ihrer Existenz bedrohte freiberuflich tätige Künstler*innen und Kulturschaffende profitieren vom Soforthilfe-Programm der saarländischen Landesregierung für kleine und mittlere Unternehmen. Sie können – wie Kleinunternehmer*innen -  3.000 bis 10.000 Euro Soforthilfe bekommen. Dafür stellt das Land bis zu 30 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Programm wurde am 24.03.2020 im Ministerrat beschlossen. Seitdem kann Soforthilfe beantragt werden. Diese wird schnell ausgezahlt werden. Das Soforthilfe-Programm dient zur Überbrückung bis es ggf. ein entsprechendes Bundesprogramm gibt. Letzteres wäre gegenüber dem Soforthilfe-Programm des Landes vorrangig, eine mehrfache Inanspruchnahme ist nicht möglich.

Mehr Informationen zum Soforthilfe-Paket finden Sie unter: Ausführliche Informationen zum Soforthilfe-Paket

2. Steht mir ein Ausfallhonorar zu?

Ob Sie ein Ausfallhonorar bekommen, hängt von Ihren individuellen Vertragsbedingungen ab. Haben Sie in einem Projekt bereits Teilleistungen erbracht, können Sie zumindest anteilig Anspruch auf das Honorar geltend machen.  

 3. Wie kann ich die Aussetzung oder Herabsetzung laufender Steuerzahlungen beantragen?

Auf Antrag können laufende Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftssteuer herabgesetzt oder ausgesetzt werden. Fällige Steuerzahlungen lassen sich stunden, Säumniszuschläge können erlassen werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen beziehungsweise Säumniszuschläge wird bis zum 31. Dezember 2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist. Bitte wenden Sie sich für genauere Informationen an das für Sie zuständige Finanzamt.

4. Wie kann ich die Aussetzung der Zahlung meiner Sozialversicherungsbeiträge beantragen?

Sozialversicherungsbeiträge von Arbeitgebern können nach § 76 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB IV gestundet werden. Eine Stundung darf allerdings nicht gewährt werden, wenn eine Gefährdung des Anspruches eintreten würde. Das ist der Fall, wenn die Zahlungsschwierigkeiten nicht nur vorübergehend sind oder eine Überschuldung in absehbarer Zeit offensichtlich nicht abgebaut werden kann. Ansprechpartner ist hierfür die jeweils zuständige Krankenkasse. Künstler*innen und Publizist*innen, die in der Künstlersozialkasse versichert sind, können außerdem eine Änderungsmitteilung darüber machen, dass sich ihr Arbeitseinkommen ändert.

Wer keine Einnahmen erzielen kann, weil zum Beispiel Konzerte, Ausstellungen und ähnliches abgesagt werden, hat zudem die Möglichkeit Leistungen nach dem Zweiten Buch, Sozialgesetzbuch (ALG II) zu beantragen. Ansprechpartner ist das jeweils zuständige Jobcenter oder, für die Bewilligung von Arbeitslosengeld I, die Agentur für Arbeit. Welche Auswirkungen eine Beantragung von ALG I oder ALG II auf die Mitgliedschaft bei der KSK hat, sollte mit der KSK im Vorfeld abgeklärt werden!

Download Formular der Künstlersozialkasse

5. Wer kann Kurzarbeitergeld beantragen?

Unternehmen mit mindestens einem*einer Mitarbeiter*in können Kurzarbeitergeld beantragen. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn eine Firma ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgeber*innen sollen außerdem die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden. Arbeitgeber*innen können Kurzarbeitergeld beantragen, wenn mindestens 10 Prozent der Belegschaft von einem erheblichen Arbeitsausfall betroffen sind. Die Maßnahme soll Unternehmen helfen, bei eingebrochenem Geschäft Mitarbeiter*innen zu halten. Kurzarbeitergeld kann bereits rückwirkend zum 01.03 beantragt werden. Achtung: Kurzarbeitergeld gibt es nicht für geringfügig Beschäftigte.

Ausführliche Informationen der Bundesagentur für Arbeit

6. Gibt es für Unternehmen und Freiberufler*innen die Möglichkeit, einen Kredit zu beantragen?

Um Unternehmen und Freiberufler*innen mit der notwendigen Liquidität zu versorgen, wenn sie aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus in Liquiditätsschwierigkeiten geraten, gibt es bestehende Kreditinstrumente bei der KfW. Dazu gehören Betriebsmittelkredite und auch das Bürgschaftsprogramm. Diese Mittel stehen aktuell zur Verfügung und können – je nach Bedarf – hochgefahren werden. >> mehr Informationen bei der KfW unter:

7. Erhalte ich eine Entschädigung bei Verdienstausfall, wenn ich selbst unter Quarantäne gestellt werde?

Wer aufgrund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann nach § 56 des Infektionsschutzgesetz (IfSG) eine Entschädigung erhalten. Diese Entschädigung wird nach den letzten Jahreseinnahmen, die beim Finanzamt gemeldet wurden, berechnet. Selbstständige und Freiberufler wenden sich in diesem Falle direkt an das für sie zuständige Gesundheitsamt.

8. Kann ich eine Soforthilfe beantragen, wenn meine Veranstaltungen aufgrund des Coronavirusausbruchs abgesagt wurden?

Über die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) können Inhaber*innen eines Wahrnehmungsvertrags aus der freien Szene eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro beantragen, wenn sie durch virusbedingte Veranstaltungsabsagen Honorarausfälle erlitten haben.

9. Bleibt die bewilligte Förderung für bereits laufende Projekte bestehen?

Der Zuwendungsbescheid bleibt bestandkräftig, also grundsätzlich ja. Gleichzeitig gelten die üblichen weiteren Voraussetzungen, die sich aus dem Bescheid ergeben. Änderungen des Verwirklichungszeitraum des Projekts sowie die Umsetzung des Projekts ins Digitale steht das Ministerium für Bildung und Kultur nach Rückmeldung offen gegenüber. Über aktuelle Entwicklungen werden Sie auf dem Laufenden gehalten.

Hilfreiche Informationen zu erster Unterstützung innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft:

Konkrete Anliegen können Sie an das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr (MWAEV) über folgende Adresse senden: corona@wirtschaft.saarland.de

Das MWAEV hat außerdem eine Hotline für alle Fragen eingerichtet: 0681/501-4433.

Hier geht's zu den wichtigsten Informationen des MWAEV 

 

Stand: 27.03.2020. Diese Hinweise sind nicht rechtsverbindlich