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Informationen zur Kulturförderung in Zeiten der Corona-Pandemie

Informationsschreiben der Ministerin für Bildung und Kultur an die Kulturschaffenden.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Künstlerinnen und Künstler, liebe Kulturschaffenden,

die seit fast sechs Wochen andauernde Corona-Krise zwingt derzeit das kulturelle Leben in die Knie. Viel mehr noch als das Publikum haben die Veranstalterinnen und Veranstalter sowie die Künstlerinnen und Künstler darunter zu leiden. Eine Welt ohne unsere einzigartigen, kulturellen Errungenschaften, ohne Ihr Schaffen, Ihre kreativen Ideen, Ihre Initiativen war bisher nicht erdenklich – eine Gesellschaft ohne ein kulturelles Leben kaum vorstellbar. Nun müssen wir uns an geschlossene Theater, nicht stattfindende Ausstellungen und abgesagte Konzerte gewöhnen. Niemand weiß, wann es weitergeht.

Die zwingend notwendigen drastischen Einschnitte zur Eindämmung des Coronavirus sind für viele von Ihnen höchst problematisch und vielfach existenzgefährdend. Tagtäglich erreichen uns zahlreiche Anrufe und E-Mails mit den unterschiedlichsten Fragestellungen. Ich versichere Ihnen, das Ministerium für Bildung und Kultur ist Partner aller Kulturschaffenden im Land. Das gilt in der Krise umso mehr.

Die Landesregierung hat Ihre Situation klar vor Augen und arbeitet an verschiedenen Unterstützungsmaßnahmen, wie etwa dem Soforthilfe-Programm. Von diesem profitieren auch die von den Auswirkungen der Corona-Krise in ihrer Existenz bedrohten freiberuflich tätigen Künstlerinnen und Künstlern sowie Kulturschaffenden. Wir lassen Sie nicht allein und bemühen uns um schnelle und unbürokratische Unterstützung.

Innerhalb der Landesregierung habe ich mich darüber hinaus erfolgreich dafür eingesetzt, dass bereits zugesagte Fördermittel der Projektförderungen weiter ausgezahlt werden, auch wenn die Förderung bspw. an eine bestimmte Veranstaltung geknüpft war, die jetzt nicht mehr stattfinden kann. Natürlich sind wir zudem im engen Austausch mit dem Bund, der umfangreiche Maßnahmenpakete schnürt.

Auch und gerade in diesen schweren Zeiten ist es die Kultur, die unsere Gesellschaft zusammenhält. Wo das Virus uns zwingt Abstand zu nehmen, lässt Kultur uns zusammenrücken. Neben der Unterstützung für Kulturschaffende und Kultureinrichtungen geht es deshalb auch darum, neue und kreative Zugänge zu Kultur zu finden und zu eröffnen. Ob das Erschaffen digitaler Formate oder das Eingehen neuer Kooperationen – das kulturelle Leben findet in dieser Zeit neue Wege, über bestehende Grenzen hinweg. Ich freue mich sehr, dass viele von Ihnen bereits neue Formate entwickelt haben und auf alternative Möglichkeiten zurückgreifen. Hierzu möchte ich Sie, liebe Kulturschaffenden, weiterhin herzlich ermutigen – Sie können sich dabei der Unterstützung des Ministeriums Gewiss sein.

Mit diesem Schreiben möchte ich Sie auch über bestehende Unterstützungsmöglichkeiten informieren. Natürlich werden diese aktualisiert und Ihnen auf dem Kulturportal des Ministeriums zur Verfügung gestellt.

Selbstverständlich können Sie sich auch jederzeit an das Ministerium wenden. Ihre Anfrage können Sie an kultur@kultur.saarland.de richten, diese wird sodann schnellstmöglich bearbeitet.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und Gesundheit!

Christine Streichert-Clivot

Ministerin für Bildung und Kultur